Autor: Hans Driesch

Frankfurt am Main: Gebäudekomplex der Europäischen Zentralbank, von Nordwesten gesehen (Dezember 2014), Foto: Wikipedia / Epizentrum

EZB weiter im Kaufrausch – jetzt wird auch bei Unternehmensanleihen zugeschlagen

Der Kampf der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen eine allerdings eher von EZB-Chef Mario Draghi herbeiphantasierte „desaströse Deflation“ geht weiter, wobei Mario Draghi nicht müde wird, immer neue Instrumente aus seinem Werkzeugkoffer zu holen. Seit der letzten EZB-Sitzung vom vergangenen Donnerstag ist nun jedenfalls klar, dass es zusätzlich zu den vielen anderen Maßnahmen zur Erhöhung der Geldmenge nun auch noch Käufe von Unternehmensanleihen mit bis zu 30 Jahren Laufzeit geben wird, wie Mario Draghi nach der letzten Sitzung des EZB-Rats verkündete. Staubsaugerartig kaufen die Notenbanker mittlerweile alles auf, was sich überhaupt noch an Wertpapieren auf dem Markt finden lässt, so werden beispielsweise auf dem deutschen Wertpapiermarkt ganze Neuemissionen von Pfandbriefen vorab gezeichnet (Nortexa berichtete), was ein Novum in der Geschichte der europäischen Geldpolitik ist.